noyb-Erfolg: €7 Millionen Strafe für französischen Elektronikhändler Fnac Darty

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 /  Thu, 29.10.2026 - 11:47

Die französische Datenschutzbehörde hat heute eine Geldstrafe in Höhe von € 7 Millionen gegen Fnac Darty (einen der größten Elektronikfachhändler in Frankreich) verhängt. Der Grund dafür war die unrechtmäßige Nutzung von Trackern in der Smartphone-App des Unternehmens. Diese wurden ohne Einwilligung der Betroffenen platziert. Die Geldbuße geht auf eine noyb-Beschwerde von 2023 zurück. Neben Frankreich ist Fnac Darty unter anderem auch in Spanien, Italien, Portugal, Belgien und der Schweiz aktiv.

Mobile Apps

Hintergrund. Im September 2023 hatte noyb in Frankreich drei Beschwerden gegen die Immobilien-App SeLoger, die Fitness-App MyFitnessPal und die Elektronik-Handelskette Fnac Darty eingereicht. Der Grund: Die Apps begannen sofort nach dem Öffnen damit, persönliche Daten – darunter Googles eindeutige Werbe-ID (AdID), das Modell und die Marke des Geräts sowie die lokale IP-Adresse – zu sammeln und mit Dritten zu teilen. Die Sammlung dieser Daten ermöglicht es, Nutzer:innenprofile für personalisierte Werbung zu erstellen – mit dem Ziel, die Einnahmen der genannten Unternehmen zu steigern.

CNIL-Untersuchung. Die französische Datenschutzbehörde (CNIL) leitete daraufhin eine eigene Untersuchung gegen Fnac Darty ein – und bestätigte noybs Vorwürfe. Laut CNIL setzte Fnac Darty einen Tracker ein, ohne vorher die Zustimmung der Nutzer:innen einzuholen. Dieser erfasste unter anderem den Browserverlauf, um anschließend Produktempfehlungen anzuzeigen und den Empfehlungsalgorithmus zu trainieren. Mit ihrer Entscheidung bekräftigt die CNIL nun, dass die Verarbeitung persönlicher Daten für personalisierte Werbung die Einwilligung der Betroffenen erfordert. In diesem Fall bestätigte sie außerdem, dass Fnac Darty die Nutzer:innen ohne deren Einwilligung getrackt hatte.

Lisa Steinfeld Leiser, Datenschutzjuristin bei noyb: „Die CNIL hat einmal mehr verdeutlicht, dass die Verarbeitung persönlicher Daten für Werbezwecke eine Einwilligung erfordert. Diese Art des Trackings ist zwar nach wie vor weit verbreitet. Dennoch hoffen wir, dass diese Entscheidung einen neuen Maßstab für Fälle von unrechtmäßigem Tracking setzt.“

€ 7 Millionen Geldbuße. Aufgrund dieser Feststellungen hat die CNIL nun eine Geldbuße in Höhe von 7 Millionen Euro gegen Fnac Darty verhängt. Nach Ansicht der Behörde ist der Elektronikfachhändler seiner gesetzlichen Verpflichtung, die Einwilligung von Betroffenen einzuholen, nicht nachgekommen. Im Falle der Nichtbefolgung der Entscheidung droht Fnac Darty eine tägliche Geldbuße in Höhe von € 10.000.

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