«Statistisch betrachtet muss eine datenverarbeitende Stelle im Gegensatz dazu nur alle 1000 Jahre mit der Aufmerksamkeit der Kontrolleure rechnen. Darauf zu vertrauen, dass es dabei bleibt, dürfte ab Mai 2018 trotzdem riskant werden. „Noyb – none of your business“ lautet der Name des Vereins, dessen Gründung der österreichische Datenschutz-Aktivist Max Schrems kürzlich bekanntgegeben hat. Er will Nutzer dabei unterstützen, ihr Recht auf Privatsphäre vor Gericht durchzufechten. Gerne auch als Sammelklage. Allein diese Ankündigung dürfte das Budget so mancher Datenschutzabteilungen für das Jahr 2018 deutlich erhöht haben. Denn einen wie Schrems will man sich nicht zum Feind machen. Noch während seines Jurastudiums strengte er mit langem Atem mehrere Verfahren gegen Facebook an und schrieb damit Rechtsgeschichte. Mit seiner Ankündigung, das neue Recht zu nutzen, ist er nicht allein. Die gängige Praxis, sich einen Wettbewerbsvorteil durch Datenschutzverstöße verschaffen zu wollen, wird damit zu einer riskanten Strategie.»

Link: http://www.handelsblatt.com/my/meinung/kolumnen/expertenrat/nocun/expertenrat-katharina-nocun-wenn-datenschutzverstoesse-teuer-werden/20671748.html

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